Nun ist es mittlerweile doch schon etwas über ein Jahr her, seitdem sich Bastian Grimm das letzte Mal explizit mit der „neuen“ Suchmaschine Bing aus dem Hause Microsoft beschäftigt habe. Zeit das nachzuholen! Bastian Grimm erklärt, was passiert ist, wohin es für Bing gehen kann und insbesondere auch, was aus der SEO-Perspektive zu beachten ist, wenn speziell für Bing optimiert werden soll.
Status Quo
Microsoft startete die erste Version von Bing, wie nicht anders zu erwarten, in den USA. Lange Zeit war dies die einzig wirkliche neue Version von Bing – denn z.B. in Deutschland wurde zwar die „alte“ Microsoft Suche mit dem Namen „Live Search“ re-branded und man landete fortan auf Bing, allerdings wird hier – auch heute noch – der alte Live Search Suchindex verwendet. Gleiches gilt übrigens auch für die – noch ältere – Microsoft MSN Suche. Mit Ausnahme von UK war, bis vor rund zwei Wochen, in Europa rein gar nichts vom neuen Bing zu sehen – schade eigentlich. Am 01. März wurde dann mit einer kurzen Ankündigung und dem Zitat „It’s a small step for search but a big step for Bing“ endlich der erste Europa-Ableger gestartet – und zwar in Frankreich. Hoffen wir also, dass es nicht noch einmal mehr als ein Jahr dauert, bis wir auch in Deutschland endlich die neuen Bing Funktionen nutzen können, denn ich bin der Meinung, wir brauchen dringender denn je, einen starken und ernsthaften Wettbewerber zu Google.
Aktuelle Geschehnisse
Bevor ich mich im Anschluss mit Rankingkriterien und den Unterschieden zu Google befasse, möchte ich noch einige Geschehnisse der jüngeren Vergangenheit kurz beleuchten – denn diese sind durchaus spannend zu verfolgen:
Bing & Facebook
Die Kooperation gibt es ja schon eine ganze Weile, bedingt dadurch, dass Microsoft die interne Facebook Suche betreibt. Im Oktober 2010 wurde diese Zusammenarbeit dahingehend erweitert, dass auch Daten von Facebook in den Bing Suchergebnissen auftauchen. Im Detail sind das:
a. „Liked by your Facebook friends“: Zu der jeweiligen Suchanfragen werden themenrelevante Links gezeigt, die vom Freundeskreis auf Facebook „geliked” wurden.
b. „People Search“: Früher gab es dort nur Wikipedia und irgendwelche Meta Aggregatoren, heute finden sich bei der Suche nach Personennamen auch Twitterprofile und Co in den Suchergebnissen. Bing zeigt zudem nun auch Facebook Pages bzw. Profile an.
Die „Bing HTML 5“-Version
Auch technologisch muss sich Bing nicht hinter Google verstecken. Klar, die Infrastruktur von Big-G ist imposant, aber insbesondere die Bing-Suchergebnisseiten sind klasse. Wirklich beeindruckend ist der neue Prototyp – optimiert für den Internet Explorer 9 – und mit Hilfe von HTML 5. Dazu gibt es ein interessantes Video aus dem Dezember 2010, in dem viele Neuerungen vorgestellt werden. Insbesondere die Effekte sind wirklich, absolut beeindruckend: http://redir.ec/ZLv0
Die Bing Suchqualität
Ein riesiges Medienecho gab es Anfang Februar 2011, als Google den Wettbewerber Bing beschuldigte, Suchergebnisse zu kopieren. Versuchen wir einmal, dass kurz zusammen zu fassen. Google Ingenieure bemerkten das folgende Verhalten bei der Nutzung von Bing:
1. Suchen nach einem Wort, z.B. „ABC“, lieferten bei Bing kein Ergebnis
2. Die gleiche Suche zu „ABC“ bei Google lieferte ein „meinten Sie XYZ“ sowie passende Ergebnisse zu „XYZ“ (also zu der von Google vorgeschlagenen Alternative – passiert häufig bei Tippfehlern, usw.)
3. Kurze Zeit später wurde bei Bing erneut nach „ABC“ gesucht und plötzlich lieferte Bing das gleiche Top-Ergebnis zu „XYZ“ aus, wie Google
Es folgte eine lange Reihe von Anschuldigungen und viele, wilde Thesen sowie Mutmaßungen. Das Endergebnis war dann, dass Microsoft bestätigte, unter anderem – und neben vielen anderen Faktoren – auch Toolbar Daten zu verwenden, um die eigenen Suchergebnisse zu verbessern. Keine riesige Überraschung, es zeigt aber, dass Microsoft hart daran arbeitet, die Qualität der Bing Ergebnisse konkurrenzfähig zu machen. Und offenbar hat Google davor – zumindest ein Stück weit – ziemlichen Respekt.
Den kompletten Artikel finden Sie in der WEBeLINE 03/11
Wer mit Bastian Grimm, Geschäftsführer der Grimm Digital GmbH & Co. KG, in Kontakt treten will, der findet seine vollständigen Kontaktdaten unter www.grimm-digital.com
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