Insbesondere in der Adult-Branche – aber mittlerweile auch stark zunehmend in vielen anderen Branchen – wird es wichtiger, bereits bestehendes oder auch neues Bildmaterial für Suchmaschinen auffindbar zu machen. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Google mit der zunehmend starken Verbreitung von so genannten „Universal Search Results“ (d.h. dem Einblenden von z.B. Karten, Videos oder eben besagten Bildern) immer vielseitigere Suchergebnisseiten an den User ausliefert. Studien zeigen zudem, dass der Suchende – immer dann, wenn solche Universal-Ergebnisse ausgeliefert werden – diese „besonderen“ Inhalte extrem schnell wahrnimmt – d.h. es erfolgt eine starke Fokussierung auf diese Zusatzinhalte, was die Klickrate dramatisch erhöht. Bastian Grimm gibt Ratschläge.
Grundsätzlich sind für die Optimierung viele Regeln der „klassischen Suchmaschinenoptimierung“ genauso auch für Bilder-SEO anwendbar – hinzu kommen allerdings einige Sonderfälle bzw. Best-Practices, welche insbesondere auf das Thema Bilder zugeschnitten sind. Auf beides möchte ich im Folgenden eingehen.
Die Bildumgebung
Da Bilder – zumindest in der Regel – zur Anzeige in eine HTML-Seite eingebunden werden, ist es erst einmal wichtig, dass auch die Seite, welche das Bild später beinhaltet, sauber optimiert ist. Das bedeutet, Sie müssen die „Minimalanforderungen“ der Suchmaschinenoptimierung erfüllen:
Die Seite benötigt einen aussagekräftigen und optimierten Seitentitel
Vergessen Sie auch nicht die Meta Daten und stellen Sie sicher, dass die Seite auch für die Indizierung zugelassen wird (Robots Meta Tag sowie robots.txt)
Unique Content in Textform auf der Seite ist unumgänglich – mindestens 100 Wörter – inhaltlich passend zu dem Bild, welches Sie optimieren möchten.
Das Einbinden des Bildes
Einer der entscheidenden Faktoren ist, wie Sie das Bild in die eigentliche HTML Seite einbinden. Verwenden Sie dazu immer das so genannten <img>-Tag, verzichten Sie auf JavaScript, Flash und andere „Störfaktoren“.
Optimieren z.B. Sie ein Bild für die Phrase „Private Amateure“, wäre folgende Art der Einbindung optimal:
<img src=“/private-amateure.jpg“ width=“x“ height=”x” alt=”Private Amateure” />
Das Attribut “src” beinhaltet den eigentlichen Pfad sowie den Dateinamen des Bildes. Exemplarisch wurde die Dateiendung „jpg“ gewählt, Google verarbeitet auch andere Bildformate – allerdings sind die meisten Bilder in Google zu einem sehr großen Prozentsatz tatsächlich JPG-Dateien. Das zu optimierende Keyword ist in jedem Fall als Dateiname zu verwenden (weitere Informationen zur Verwendung von Pfaden im nächsten Abschnitt), außerdem ist das Keyword auch als „alt“-Attribut zu verwenden (das Attribut dient z.B. auch Screenreadern, um den Inhalt des Bildes zu erkennen – und das Gleiche tun auch Suchmaschinen, wie z.B. Google).
Wahl des Verzeichnisses
Im oben genannten Beispiel finden sich alle Dateien im Document-Root unter „/“ – dies ist in der Praxis meist nicht wirklich praktikabel – es stellt sich also die Frage nach der Verzeichnisauswahl. Auch diese hat zum aktuellen Zeitpunkt augenscheinlich Auswirkungen auf mögliche Rankings von Bildern.
Zum einen ist es scheinbar für Google wichtig, wie tief Bilder in der Seite verschachtelt sind – d.h. eine Pfadangabe wie „/images/img/1/2/3/ab/cde/private-amateure.jpg“ wäre in keinem Fall zu empfehlen. Besser wäre dann eine Wahl, wie z.B. „/images/private-amateure.jpg“.
Die Wahl eines generischen Ordnernamens bringt meist die Gefahr mit sich, dass Bilder mit Inhalt (für die ja optimiert werden soll) sowie Bilder für Layout und / oder Navigation (so genannte „Navigational Images“) miteinander in einem Ordner abgelegt werden und dann evtl. nicht relevante Bilder in den Suchindex aufgenommen werden. Um dies zu verhindern, empfiehlt sich in jedem Fall, zwei verschiedene (generische) Ordner zu verwenden – einer für die Bilder, welche in den Suchmaschinen gelistet werden sollen und ein weiterer, welcher für den Suchmaschinenzugriff gesperrt wird (z.B. per entsprechendem Eintrag in die robots.txt Datei).
Die Auswahl der Domain
Neben der Frage nach dem korrekten bzw. bestmöglichen Pfad, stellt sich auch die Frage nach der Domain, auf dem die Bilder veröffentlicht werden sollen.
Aktuell ist zu beobachten, dass das Veröffentlichen auf der gleichen Domain scheinbar einen leichten Nachteil mit sich bringt, d.h. wenn ich die Domain www.beispiel.de betreibe, bin ich gut beraten, die Bilder nicht unter www.beispiel.de/images/bild1.jpg zu veröffentlichen, sondern eine dieser Varianten zu wählen:
1.Auf einer Sub-Domain: bilder.beispiel.de/images/bild1.jpg
2.Auf einer komplett anderen Domain: www.beispielbilder.de/images/bild1.jpg
Insbesondere Variante 2 funktioniert zum aktuellen Zeitpunkt hervorragend, ist man aber aus Branding-Gründen auf die Domain angewiesen, empfiehlt sich in jedem Fall die Verwendung einer Subdomain, wie in Variante 1 skizziert. Und verwendet man nun sowieso schon eine andere (Sub-) Domain für Bilder, kann man den überflüssigen „images“-Pfad auch gleich weglassen oder gar durch das zu optimierende Keyword ersetzen, z.B.: bilder.beispiel.de/keyword1/keyword1.jpg
Verlinken von Bildern
Wie oben beschrieben, werden Bilder in der Regel per HTML-Tag in die Seite eingebunden – oft ist es dann so, dass wenn ein Bild von extern verlinkt wird, dieser Link gar nicht auf das Bild selbst verweist, sondern in den allermeisten Fällen auf die „Container“-Datei, in die das Bild eingebunden wird. Für ein optimales Ranking ist es dennoch extrem Vorteilhaft, direkte, eingehende Links auf die Bilder zu generieren. Um hier Abhilfe zu schaffen, könnte man die eigenen Bilder z.B. von einer Fremddomain (welche man ggf. sogar selbst kontrolliert) verlinken bzw. einbinden, um diese direkten „Fremdlinks“ zu erzeugen.
Unique Bild-Content
Eine interessante Tatsache ist, dass es bei der Verwendung von Bildern auf der eigenen Domain keine Duplicate Content Probleme gibt – im Gegenteil: Wird ein Bild auf mehreren Seiten einer Domain eingebunden bzw. verlinkt, hilft dies dem Bild (mehr Links). Insbesondere aber bei fremd lizenziertem Bilder-Content (oder als Affiliate bei Bilden vom Lizenzgeber) gibt es ein Problem, was oft dazu führt, dass selbst wenn alle oben genannten Kriterien erfüllt werden, das Bild keine Rankings erzielt oder gar nicht in Google gelistet wird: Domainübergreifende, doppelte Bilder (aka „Bilderklau“).
Um Rankings für ein Bild zu erzielen, muss dieses Bild einmalig („unique“) sein. Um diese Einmaligkeit zu errechnen bzw. vielmehr, um Duplikate auszusortieren, verwenden Suchmaschinen einen so genannten „Hashcode“ – dieser Hash ist pro Datei absolut einmalig. Was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass dieser Code immer dann mehrfach auftritt, wenn ein exakt identisches Bild z.B. auf zwei verschiedenen Domains veröffentlicht bzw. verwendet wird. Und Google will seinen Besuchern keinerlei Duplikate zeigen – d.h. es wird aussortiert bzw. noch viel schlimmer: Es wird im Worst-Case das falsche Bild (das auf der Fremddomain veröffentlich bzw. verlinkt wurde) angezeigt. Google setzt die Links zu Hotlink-Bilder-Seiten aber meist nur aufgrund höherer (Keyword-) Relevanz und Aktualität, d.h. durch Re-Optimierung der Container-Seite kann die Datei wieder „zurückgeholt“ werden.
Und falls nötig, lässt sich bereits mit kleinen Tricks wieder eine Eindeutigkeit erzeugen: Ein minimales Aufhellen oder Abdunkeln des Bildes, das Entfernen von einem Pixel in der Höhe oder Breite oder andere Kleinigkeiten verändern bereits den Hash-Code – und das Bild ist für Suchmaschinen wieder einmalig und wird so auch angezeigt.
Wer Interesse hat, mit Bastian Grimm in Kontakt zu treten, der findet seine vollständigen Kontaktdaten auf www.bastian-grimm.com
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