GVU begrüßt konzertierte internationale Aktion gegen Betreiber von Megaupload und Megavideo | WEBeLINE

GVU begrüßt konzertierte internationale Aktion gegen Betreiber von Megaupload und Megavideo

20.01.2012

Bereits gestern, am 19. Januar gelang internationalen Strafverfolgungsbehörden ein schwerer Schlag gegen professionelle Urheberrechtsverletzer. Wegen des Vorwurfs, ein international organisiertes, kriminelles Unternehmens Betrieben zu haben, das für massive Urheberrechtsverletzungen weltweit verantwortlich sei, wurden mehrere mutmaßliche Verantwortliche von Megaupload und Megavideo festgenommen. Beide Dienste wurden abgeschaltet. Dies geht aus einer Veröffentlichung des U.S.-amerikanischen Justizministeriums hervor. Die Behörde wirft den Betreibern dieser Dienste vor, durch systematische Urheberrechtsverletzungen im Internet rund 175 Mio. Dollar Einnahmen generiert und für einen Schaden von mehr als einer halben Milliarde Dollar bei den betroffenen Rechteinhabern verursacht zu haben.

Dazu Dr. Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU): „Mit Megapupload und Megavideo wurden zwei zentrale Dienste aus dem Gefüge der parasitären Geschäftsmodelle von Filehoster-Portalsystemen zunächst vom Netz genommen.“ Unter den aktuell 102 einschlägigen Raubkopien-Portalseiten, die unter Beobachtung der GVU stünden, gäbe es so gut wie keine ohne Links zu Raubkopien auf diesen File- bzw. Streamhoster, führt Leonardy weiter aus. Beide Angebote werden dem zuletzt in Neuseeland wohnhaften Deutschen Kim Schmitz alias Kim Dotcom zugeordnet. Leonardy weiter: „Kim Dotcom alias Schmitz ist aus unserer Sicht nicht nur ein Schwergewicht der illegalen Szene sondern einer der Paten unter den digitalen Hehlern. Wir begrüßen seine Festnahme und die seiner Kompagnons ausdrücklich.“

Die Angebote von Megaupload und Megavideo beruhten beide auf der Filehosting-Technologie, die intensiv zum Verbreiten von Raubkopien genutzt wird. Sie ermöglicht Internetnutzern, Dateien auf Internetrechner des Filehosters hochzuladen (uploaden) und dort abzulegen. Vom Filehoster bekommt der Uploader mehrere Links: Einen Link zum Löschen der Datei auf dem Internetserver sowie einen oder mehrere Download-Links. Diese Downloadlinks ermöglichen das Herunterladen der Dateien von allen Orten, an denen Internet verfügbar ist und durch alle Personen, die Zugriff auf den Downloadlink haben. Die Links sind grundsätzlich zunächst nicht öffentlich. Indem jemand die Downloadlinks auf einer Portalseite einstellt, wird anderen Internetnutzern das Auffinden und Konsumieren dieser Dateien überhaupt erst ermöglicht.

(Quelle. GVU)

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