Cybits AG – Der Partner für sichere Kommunikationen und Transaktionen im Internet | WEBeLINE

Cybits AG – Der Partner für sichere Kommunikationen und Transaktionen im Internet

17.02.2010

„Wir wollen mit go avs weitere Marktanteile gewinnen“
 

Das Altersverifikationssystem go avs ist nur eines der Produkte aus dem Hause der in Mainz ansässigen Cybits AG, mittels derer sich Online-Anbieter, die in sensiblen Marktbereichen arbeiten, auf ihr Hauptaufgabengebiet konzentrieren können. Ob Jugendmedienschutzstaatsvertrag, Glücksspielstaatsvertrag etc., die Cybits AG hat stets passende, rechtskonforme Lösungen parat. WEBeLINE hat mit Ralf Schneider, bei Cybits zuständig für den Vertrieb von go avs, gesprochen.

Wann wurde die Cybits AG gegründet und welchem Aufgabengebiet hat sie sich gewidmet?

Ralf Schneider: Die Cybits wurde 2004 als Reaktion auf den Jugendmedienschutzstaatsvertrag gegründet. Wir wollen den Unternehmen, die aufgrund des Staatsvertrags mit regulatorischen Auflagen im Internet oder Mobilfunk zu kämpfen haben, schlüsselfertige Lösungen bieten, mit denen sie sich dann rechtskonform wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Dazu gehören neben der Altersverifikation und Kinderschutzfiltern inzwischen auch Leistungen zur Personenidentifikation und dem mobilen Bezahlen.

Wie hat sich dieses Aufgabengebiet über die Jahre durch sich wandelnde Anforderungen, neue Gesetzeslagen etc. verändert?

Ralf Schneider: Insgesamt kann man feststellen, dass die Regulierung in allen Bereichen zunimmt. Nach dem berechtigten Interesse des Staates Kinder und Jugendliche zu schützen, sind durch den Glücksspielstaatsvertrag und die Novellierung des Geldwäschegesetzes neue Anwendungsgebiete für unsere Produkte und Dienstleistungen entstanden. Das bedeutet aber auch eine permanente Anpassung und Weiterentwicklung unserer Produkte bei ständigem Dialog mit den Aufsichtsbehörden und den Organen der Selbstkontrolle.

Kritiker könnten einwenden, dass die Cybits AG vom Regulierungswahn des Gesetzgebers (siehe Glücksspiel) und „Moralwächtern“ (siehe Jugendschutz) profitiert. Was entgegnen Sie?

Ralf Schneider: Der Schutz unserer Kinder ist eine gesellschaftliche Aufgabe und hat nichts mit Moralwächtern zu tun. Sicher gibt es auch da einige fast „fundamentalistische“ Ausprägungen, aber wo gibt es das heute in politischen und gesellschaftlichen Diskursen nicht? Ich denke, dass das Internet eine ganz normale Entwicklung durchmacht, die aufgrund seiner steigenden Bedeutung für unser tägliches Leben auch mehr Transparenz und klare Regeln erforderlich macht. Die Verkehrsregeln für den Straßenverkehr wurden ja auch erst mit zunehmendem Verkehr notwendig und heute können wir uns einen funktionierenden Verkehr ohne diese Regeln gar nicht mehr vorstellen. Der Staat hat also neben berechtigter Kritik an einem Übermaß an Regulierung auch die Pflicht seine Bürger zu schützen. Als Verbraucher sind wir ja oft froh, dass es Regeln zum Schutz vor Abzocke und Betrug gibt.

Mit go avs hat die Cybits AG ein auf den Markt für Erwachsenunterhaltung maßgeschneidertes AV-System entwickelt. Worin sehen Sie die Unterschiede zu anderen AV-Systemen?

Ralf Schneider: Go avs ist speziell auf solche Anbieter maßgeschneidert, die ein unabhängiges System einsetzen wollen, über das keine eigenen Inhalte vertrieben werden. Nur mit go avs können Anbieter ihre Kunden sowohl im Internet wie auch in allen deutschen Mobilfunknetzen bedienen und sind in der Wahl ihres Geschäftsmodells absolut frei. Wir bieten Tore für die normalen Internetportale genauso an, wie für WAP-Portale, SMS-Dienste und neuerdings sogar für Flash-Filme.

Ist nicht der Markt für AV-Systeme bereits vollkommen abgedeckt?

Ralf Schneider: So wie sich die Dienste im Internet und im Mobilfunk ständig weiterentwickeln, so muss sich auch ein AVS ständig anpassen. Hier sehen wir für go avs eine große Chance, weil wir auf das Thema spezialisiert und fokussiert sind. Mit dem Multi-AVS Gatekeeper haben wir andere AVS-Systeme bei uns integriert und bieten unseren Kunden so mit einer einzigen Schnittstelle Zugang zu mehreren Altersverifikationssystemen. Das ist ein eindeutiger Vorteil, da weniger Schnittstellen eingebunden, Anbieter gemanagt werden müssen und auch nur eine Abrechnung vorgelegt wird.

Für den User steht der schnelle, unkomplizierte und vor allem auch günstige Anmelde- und Verifikationsvorgang – am besten ohne Medienbruch - im Vordergrund. Wie läuft dieser bei go avs ab? Wie lange dauert er? Was kostet er? Auf welche Angebote kann der User nach dem Vorgang zugreifen?

Ralf Schneider: Wir haben uns ja auf den Punkt „ohne Medienbruch“ spezialisiert. Mit unserem klassischen Verfahren des Banklaufs (Überweisung und Lastschrift von jeweils 1 ct) haben wir bereits seit einigen Jahren ein medienbruchfreies Verfahren im Angebot. Je nach Bankverbindung hat das für einige Kunden aber doch noch ein bis zwei Tage gedauert. Durch unser neues Verfahren in Kooperation mit Giropay können wir 17 Millionen potentielle Kunden nun innerhalb von 10 Minuten identifizieren. Ein solcher Kunde kann dann alle Angebote nutzen, die heute bereits einen Tordurchgang mit go avs anbieten. Eine aktuelle Liste findet jeder Kunde unter www.goavs.de. Die Kosten richten sich nach dem gewählten Verfahren und sind selbst mit dem 10-minütigen Giropay-Verfahren für € 3,99 sehr günstig.

Können Sie Angaben über die Zahl der go avs-Nutzer machen? Wie verbreitet ist Ihr AV-System bereits?

Ralf Schneider: Im Sinne unserer Partner geben wir nur wenige Zahlen bekannt. Aber Sie können davon ausgehen, dass es bereits mindestens 550.000 Personen gibt, die FSK18-verifiziert sind und durch go avs-Tore gehen können.

Für Anbieter steht eine schnelle Einbindung, Flexibilität sowie die Rechtssicherheit im Vordergrund. Wie sieht es da bei go avs aus?

Ralf Schneider: Wir bieten über iframes, http-requests, SOAP- und XML-Schnittstellen eine Vielzahl von Technologien an, aus denen der Anbieter die auswählen kann, die am besten zu seinem Angebot passen. Für erfahrene IT’ler sollte der Aufwand sich im Bereich weniger Tage inklusive notwendiger Tests bewegen.

Bestehen Einschränkungen beim Einsatz mit go avs bezüglich verschiedenster Geschäftsmodelle (Abo, Coins, Internet, Mobile etc.)?

Ralf Schneider: Wir wurden bisher noch mit keinem Geschäftsmodell konfrontiert, für das wir keine Lösung gefunden hätten, es sei denn, das es aufgrund der regulatorischen Auflagen oder des Code of Conduct der Mobilfunker nicht möglich gewesen wäre. Aber auch dann finden wir konstruktive Lösungen, wie man etwas möglich machen kann.

Können Webmaster an go avs profitieren?

Ralf Schneider: Mit den vorhandenen Bestandskunden sind bereits affine Nutzer vorhanden. Wer diesen neue, qualitativ hochwertige und innovative Dienste anbietet, sollte davon auch profitieren können. Die Reichweite unseres Systems, die Verfügbarkeit im Internet und in allen deutschen Mobilfunknetzen gekoppelt mit der schnellen Identifizierung über Giropay bietet viele Chancen für Anbieter.

Wie hoch schätzen Sie überhaupt die Bereitschaft der User ein, sich für erotische Inhalte anzumelden bzw. verifizieren zu lassen, wo sie doch auf Seiten außerhalb Deutschlands ohne jegliche Prüfung/Verifikation konsumieren können?

Cybits LogoRalf Schneider: Hier muss zunächst ja jeder Anbieter entscheiden, ob er in Deutschland und aus Deutschland heraus anbieten und sich dabei rechtskonform verhalten will. Im Internet ist das Angebot an ausländischen Seiten sicher sehr groß und viele User werden dort schneller konsumieren können als mit einem vorgeschalteten AVS. Allerdings senken wir die Hürde mit go avs ja nun sehr deutlich. Im Mobilfunk bin ich davon überzeugt, dass sie Netzbetreiber sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und AVS-Systeme auch weiterhin bei der mobilen Nutzung vorschreiben. Der Anbieter muss sich also dann entscheiden, ob er eine Hürde bei der Identifizierung in Kauf nimmt und dafür ein komfortables mobile payment einsetzt oder ob er auf AVS verzichtet und die Hürde eines anderen Payment-Angebots wählt. Aus Sicht des Users ist die AVS-Hürde inzwischen gering, aber die Bereitschaft Bank- oder Kreditkartendaten heraus zu geben noch immer limitiert, vor allem auf mobilen Endgeräten.

Das Mobiltelefon ist heute bekanntlich mehr als nur ein Telefon. Welche Rolle wird Mobile Payment in der Zukunft einnehmen und mit welchen technischen Weiterentwicklungen ist zu rechnen?

Ralf Schneider: Wer ein mobiles Endgerät hat und damit sicher und komfortabel, wenn goAVS Logomöglich sogar registrierungsfrei bezahlen kann, wird diesen Vorteil immer zu schätzen wissen. Wir glauben, dass ein großer Teil der User diese Bequemlichkeit und auch die damit verbundene Sicherheit schätzt und diesem Bezahlverfahren treu bleiben wird. Inwieweit sich mobiles Bezahlen auch auf andere Produkte als auf digitale Inhalte ausdehnen wird, hängt zum einen von regulatorischen Fragen ab, aber auch davon, wie überzeugend die Angebote sind. Es gibt ja erfolgreiche Payment-Anbieter im Internet, die sich darauf spezialisiert haben, Kunden eine große Zahl an unterschiedlichen Zahlungsmitteln zur Verfügung zu stellen und die Abrechnung zwischen den Kunden und den Webshops zu übernehmen. Ich gehe davon aus, dass durch das Zusammenwachsen von Internet und mobiler Welt diese Anbieter auch attraktive Angebote für ein mobiles Bezahlen entwickeln werden.

Welche Pläne hat die Cybits AG in diesem Jahr? Welche Projekte stehen auf der Agenda?

Ralf Schneider: Zunächst wollen wir mit go avs natürlich weitere Marktanteile gewinnen und vor allem im Mobilfunk unsere marktführende Position ausbauen.
Auf den M-Days in München haben wir darüber hinaus auch eine Kooperation mit Click&Buy bekannt gegeben. Gemeinsam wollen wir in 2010 ein Mobiles Bezahlen in den Markt bringen, das alle Vorteile des bekannten Mobile Billing mit der Erfahrung eines erfolgreichen Internet-Paymentanbieters bündelt und mit Forderungsausfallsgarantie den Anbietern höhere Ausschüttungen ermöglicht. Hier bieten sich für Anbieter, die go avs bereits einsetzen, natürlich noch einmal zusätzliche Synergien und attraktive Lösungen.

Herr Schneider,

vielen Dank für das Interview!

 

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